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4. Tag
Ausflug ins Gebirge
24.10.2008
Freitag
Heute wird nachgeholt, was uns gestern der Regen versagt hat. Wir fahren ins Gebirge nordwestlich von Larnaca. Erst wird die notwendige Stärkung am Frühstücksbuffet eingeholt und dann nehmen wir Anlauf. Die Landschaft ist wie immer vom Kalkstein geprägt. Bäume sind kaum zu sehen. Das ändert sich mit zunehmender Höhe. Die Vegetation nimmt zu, die Bäume werden scheinbar grüner, weil, es sind andere. Der Boden wechselt vom Kalkstein in dunkle, oft rote Erde und Fels.
Wer sich fragt, wo die Gelder der EU bleiben, hier kann er sich es ansehen. Ganze Dörfer werden saniert, auch Häuser in denen keiner mehr wohnt, des Gesamtbildes eben. Auf diesem Wege entsteht die Schönheit der Bergdörfer neu, jedenfalls dort wo wir waren. Mit Absicht zieht es uns in einige Dörfer, ab der Touristenroute. So habe ich mir Zypern vorgestellt, es ist wirklich schön.
Die Berge habe ich ein wenig unterschätzt. Von der Küstenregion nicht zu sehen, geht es hier in der Region bis auf 1400m herauf. Die Straßen können auch mal eng werden und fehlende Leitplanken verhindern auch keinen Sturz in die Tiefe. Aufpassen!
Wir machen einen längeren Stopp in Lefkara, eine Mischung aus Touristengegend und Dorfmuseum. Hier sitzen die Frauen vor den Häusern und sticken. Natürlich wird man hereingebeten und zum Kauf der Decken und Deckchen gedrängt. Wir verlieren den Kampf und erleichtern auch die Kreditcard. Praktisch, dass die Herren des Hauses auch gleich im Silberhandwerk tätig sind. Da können wir wiederstehen.

Das uns verbliebene Geld legen wir gut an, wir gehen essen. Es ist so reichhaltig, dass wird unsere letzte Mahlzeit für heute sein.
Oben im Gebirge verschätzt man sich mit den Entfernungen und Fahrzeiten komplett. Auch heute werden wir unsere angepeilte Strecke nicht schaffen. Wir kehren um, bevor es dunkel wird. Es geht noch einmal nach Larnaca. Die Strandpromenade bei Nacht, der Yachthafen. Wir schauen es uns an. Als wir am Salzsee vorbei kommen, trauen wir unseren Augen nicht die ersten Flamingos stehen dort (im Winter werden es zig Tausende sein) und haben eine Flugpause eingelegt. Bezeichnenderweise ist der See keinen Kilometer vom Flughafen entfernt.

Dann geht es zurück ins Hotel. Eine Flasche Roter aus Zypern wartet. Wir sitzen auf den Balkon und schauen aufs Meer. Im Dunkeln? Ja, auch hier gibt es was zu sehen, ein Kreuzfahrtschiff zieht vorüber, wohin nur? Es nimmt Kurs Nordost und verschwindet dann doch in der Dunkelheit. Wir tun gegen 23 Uhr das gleiche.
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