Hinflug nach Zypern

Start wird verschoben - ja sind wir bei der Bahn?

20.10.2008

Montag

Wieder lange Zeit gewartet, dass es endlich in den Urlaub geht und dann das. Die Maschine ist kaputt, es muss eine andere her und das kann dauern.
Der Reihe nach: Gestern sind wir für den großen Tag angereist in Frankfurt, mit dem eigenem Auto. Das hat schon Vorteile: Man kann losfahren, wann man will (wichtig, wenn die Ehefrau mitkommt!), man kann Pausen einlegen, wann man will (wenn die Ehefrau dabei ist, bestimmt sie den Rhythmus) usw.
Kurz und gut, voller Vorfreude ging es nachmittags in Richtung Frankfurt. Hotel war gebucht. Der Plan sah vor, einen gemütlichen Abend im Hotel zu verbringen, auszuschlafen, am kommenden Morgen schön zu frühstücken und dann ganz Relax mit dem Shuttle gen Flughafen zu fahren. Perfekte Planung - perfekte Ausführung!
Bei der Condor hat man mit der Abfertigung auf uns gewartet. Mein erster Gedanke, hier stimmt was nicht. Bei Käfer das obligates Essen und Trinken vor dem Flug. Noch ist alles oke. Eine Stunde vor Abflug durch die Sicherheitskontrolle. Diesmal nur mein Fotoapparat, der die Begierde erweckt hat. Dann war es soweit, der Flug wird aufgerufen, wir gehen in den Bereich des Gates. Jeder kennt das, alle Sitzplätze sind schon belegt, entweder mit Personen, die zwei davon brauchen oder mit Gepäck. Der Klügere gibt nach und wartet artig in den Gängen auf das Einsteigen in die Maschine. Endlich meldet sich das Flugpersonal mit der eingangs beschriebenen Meldung. 20 Minuten später, wegen Flugzeugtausch? Und richtig, nach 25 Minuten die nächste Meldung, der Hals schwillt weiter. Warum ist das Ding am Mikro nicht ehrlich und sagt ca. 1-1,5 Stunden. Das wissen wir doch schon, die nicht vom Fach sind. Also noch einmal raus zum Kaffee trinken, Kaffee bestellt, Maschine fertig zum Einsteigen. Ich liebe es zu fliegen.
Ein haben wir noch: Natürlich nachdem alle in der Maschine saßen, verkündet der Flugkapitän, dass noch gar kein Slot für den Start da ist, frühestens in 20 Minuten. Er hält sein Wort und rollt schon mal zur Startbahn West. Unpünktlich, wie meist beim Fliegen, geht es los. Wir werden gut 2 Stunden später am Ziel sein. Was soll es, der Tag ist ohnehin gelaufen.

Eigentlich wollte ich nach Zypern, aber der Abenteuerurlaub beginnt schon im Flieger. Zwischen den Plätzen ist der Platz noch einmal ein gekürzt worden. Vor 3 Jahren hätte ich jede Wette angenommen, dass dies nicht geht. Es geht! Bei Condor jedenfalls. Ich werde nicht mehr mit einem Urlaubsflieger von Condor fliegen! Mein Nachbar, meine Größe, mit etwas mehr Bauch hat es nur mit Mühe geschafft seinen Tisch vor den Bauch zu klappen. Eine Schande- Condor sollte sich schämen, auch für den Service.
Anflug auf Larnaca. Ein echt schöner Anblick. Kaum eine so hell erleuchtete Stadt habe ich bisher gesehen. Landung perfekt. Aussteigen und auf Gepäck warten. Vier Flugzeuge an einem Kofferband. Das ist Rekord. Unsere Koffer kommen irgendwann, wie ich immer sage, nach einer gewissen endlichen Zeit. Bustransfer ist super organisiert. 42 Kilometer, eine Marathonstrecke, trennen uns noch vom Hotel. Das Meer ist nicht zu sehen, dafür hören wir es vom Zimmer aus. Es dürften so max. 50 m Luftlinie sein. Das Hotel entschuldigt sich mit eine Flasche Schampus und einem kleinem Abendbrot dafür, dass die Küche schon geschlossen hat. Macht nichts, sag ich mir nachdem die Flasche leer ist. Es geht ins Bett, voller Vorahnungen auf den ersten Tag.

zurück